aug‘ in auge mit gott

manchmal verschwinden die schatten und das licht bricht durch

vergessen das leiden, die krankheit, der tod.

das leben zeigt sich

von allen seiten –

vergänglich zwar,

doch wunderschön.

 

wie frei ist diese freiheit?

ausgetretene wege verlassen

hindernisse überwinden

unverbrauchte luft atmen

klares wasser trinken –

aug‘ in auge

mit gott sein.

 

-geschrieben im wunderschönen engadin vor vielen jahren-

bar.

  na ja, wir sind dort diesmal nur reingegangen, weil wir die zeit überbrücken wollten, bis der peter seine frühstückskneipe aufmachte, erich und ich bestellten uns jeder ein „gedeck“, also ein bier mit einem klaren, da das hier das billigste getränk war, und wir, wie gesagt, keine anderen absichten hegten. zudem hatten wir beide schon ganz schön wodka und whisky an diesem abend runtergeschüttet, waren also leicht angedudelt.

da kam doch schon die erste nutte angewackelt und versuchte, uns anzumachen. sie sah zwar nicht ganz so total abgeschlafft aus, wie die meisten der anderen, die wir hier schon aufgerissen hatten, aber wir wollten ja heute beide nur ein zwei bierchen runterziehen und ansonsten unsere ruhe haben, und so jagte ich sie in meinem besten suff-französisch zum teufel. beleidigt zog sie ab.

na dufte, jetzt ham’w’r uns’re ruhe, meinten wir. doch daneben getippt ! schon war die nächste da. anscheinend meinten die, wir waren heute nur auf einen bestimmten typ scharf, oder was weiß ich. also wieder in bester französischer manier die alte abgewimmelt.

aber die verstand anscheinend französisch, und war wohl etwas sauer wegen meiner üblen schimpfkanonaden, die ich auf sie abgefeuert hatte; jedenfalls kam die scheiße langsam zum kochen, so’n mickriger typ von zuhälter kam nun zu uns an den tisch und machte terror. er wollte uns irgendeinen scheiß verzapfen.

wir wollten unsre ruhe haben, verdammt aber auch! nachdem dieser heini sein sprüchlein aufgesagt hatte, packte ich ihn im sitzen an der nase und hob ihn ein kleines stück hoch. der kerl fühlte sich echt leicht an und so ließ ich ihn kurz ein wenig in der luft zappeln.

das aber wiederum gefiel anscheinend ein paar anderen von diesen zuhälter-deppen nicht so ganz, und kaum daß ich den einen losgelassen hatte, waren drei von denen an unserem tisch, also gut. wegen mir konnte der tanz jetzt losgehen! ich war richtig in stimmung.

erich war sehr schnell weg vom fenster. er war wohl auch heute nicht in bestform, na, immerhin waren drei typen nötig, um ihn aus der bude zu schleifen, ich natürlich sofort hinterher, um ihm zu helfen, als ich feststellte, daß ich im eifer des gefechts irgendwie meine tasche mit der tischdecke vertauscht haben mußte, also noch mal zurück, die tasche geschnappt und wieder richtung tür. doch da standen inzwischen drei von denen im weg. da sie so verdammt nah dran waren, machte ich erst mal kehrt, flankte über die bartheke, daß die gläser nur so klirrten, die bardame fing ein hysterisches gekeife an und rannte kreischend davon.

die drei waren verdammt schnell um den tresen herum und ich mußte schon wieder schauen, daß ich land gewinnen konnte, also die nächste flanke über die andere seite der bar. entweder bin ich da irgendwo hängengeblieben, oder weiß der teufel, was los war, jedenfalls stolperte ich und bevor ich wieder richtig auf den beinen stand, kamen die drei, oder waren es mittlerweile schon vier , auf mich gestürzt.

der mittlere, ein großer, bulliger gorilla, hielt einen schlagstock oder so etwas ähnliches in der rechten hand und holte damit aus. ich duckte mich. aber schon spürte ich einen wahnsinnigen schmerz über dem rechten auge. rasend vor wut und schmerz rammte ich diesem arsch den kopf voll in den bauch.

je eine faust rechts und links setzten die beiden anderen außer gefecht. mit meinen füssen stieg ich über den gorilla, der nach hinten weg kippte und spurtete los.

die frische luft draußen riß mich beinahe um. erich war weit und breit nirgends zu sehen, so rannte ich erst mal los, um hier wegzukommen. bei diesen typen weiß man ja nie, ob da nicht einer ’ne knarre locker in der hose trägt. in meinem suff lief ich den bullen voll in die arme. die sahen mein blutverschmiertes gesicht und wollten natürlich wissen, was mit mir passiert sei. da meine tasche und meine mütze nun doch in der bar verschütt gegangen waren, und ich sowieso eine mordswut auf die arschlöcher hatte, dort in dem puff, erzählte ich die story von wilden schlägertypen, die ohne ersichtlichen grund auf mich losgegangen wären und die mir meine tasche abgenommen hätten, wohl in der annahme, es könne sich geld darin aufhalten, was aber nicht der fall war. dafür aber meine wagenpapiere und der führerschein und so.

die polypen riefen einen krankenwagen, der mich in die klinik brachte. das nachtschichtpersonal dort empfing mich entsprechend mürrisch und nachdem sie erfahren hatten, was passiert sei, hörten sie überhaupt nicht mehr auf mit dem meckern.
mann gottes, als ich dann endlich mit dem bus zuhause ankam, war schon heller tag. erichs karre stand vor seiner tür. er war also vermutlich irgendwie nach hause gekommen, na prima!

kaum, daß ich in meiner bude ankam, klingelte auch schon das telefon. mein chef, für den ich mit ’nem kleintransporter in deutschland ‚rumkurvte, fragte mich, wo ich denn bliebe, ich legte die story auf, von wegen raubüberfall auf offener straße am späten abend und so, was ihn wohl sehr beeindruckte. er sah dann auch ein, daß mit mir heute nicht mehr zu rechnen war. er faselte sogar so etwas wie „gute besserung“ und so.

ich kippte noch’n rest rotwein runter, der irgendwo ‚rumstand und haute mich aufs ohr. bevor ich einschlief, zählte ich noch die nähte, die sie mir im krankenhaus verpaßt hatten, drei stück! das machte dann insgesamt inzwischen zweiundzwanzig am ganzen körper, wenn man nur die äußeren flickstellen zählt, was solls! meine hose ist auch schon öfters geflickt worden und hält immer noch!

also denn, gut‘ nacht!

© 1980, 2013 muck.

mon petit papillon

mon petit papillon

Ich sehe dich an und sehe mich:

Meine Augen,

meine Nase,

meine Ohren,

meine Lippen

und noch viel mehr.

Wer bist du?

Egal,

wir haben uns gefunden.

Dein Lachen macht mich froh.

Deine Worte haben mein Herz berührt und tun dies immer und immer wieder.

Du hast mich aufgeweckt, meinem Leben einen neuen Sinn gegeben,

und dafür danke ich dir.

Meine Freundschaft ist das Geringste, was ich dir anbieten kann,

alles, was ich dir geben kann, sollst du bekommen.

Wann immer du meine Hilfe benötigst, werde ich da sein.

28./29.10. 2009

muck

Für Dich

Auf der Suche zu mir selbst

Auf der Suche zu mir selbst

fand ich dich.

Du suchtest Hilfe und fandest mich.

Durch mich wirst du zu dir finden, dies verspreche ich dir!

 

Unsere beiden Suchen hatten die gleiche Frequenz,

also war es nur logisch,

dass wir uns früher oder später begegnen mussten.

Die Resonanz auf deine Suche und die auf meine brachten uns zusammen.

 

Unsere vielen Gemeinsamkeiten beschleunigten das Finden.

 

Wenn ich tief atme und meinen Brustkorb fühle,

dann spüre ich dich als ein Teil von mir.

Mein Glaube an dich ist so stark wie mein Glaube an mich,

so wie ich mich liebe, so liebe ich dich.

Mein Vertrauen in dich ist unendlich.

What a melody

I’m flying through the dark

with eyes opened wide

you’re the light which is leading me

to rainbow-valley

you’re purple’n blue

you’re brown’n green

silver-stream between those colours

pricklin‘ raindrops

pure water

on nude skin

what a melody!

what a harmony!

 

is life!

is love!

is life!

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