STILLE

STILLE  STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE DA  EIN KNALLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLL! STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STIl NOCH EIN KNALL

UND DA HÖR DOCH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! EIN SCHREIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII UND DA

NOCH EINER HILFEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE ZU HILFEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE…………………………………………………………….. STILLE  STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE  STILLE STILLE KOMM, LASS UNS GEHEN, HIER IST ES SO UNHEIMLICH STILL.

RASCHELN SCHRITTE SCHNELLER WERDEND SCHNELLER ATEM WIRD ZUM KEUCHEN. DA

EIN SCHUSS

NOCH EINER

ZWEIMAL STÖHNEN ZWEIMAL
EIN FALLENDES GERÄUSCH

DANN WIEDER STILLE  STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE STILLE

 

TOTENSTILLE

cut up no. 1

ich schmiegte mich an sie, doch sie wich zurück, holte aus und verpaßte mir einen schlag in die magengrube. mir wurde kotzübel, ich…

 

…ich bekam die tür nicht auf. irgendetwas klemmte. der mageninhalt machte sich schon auf den weg. mit aller kraft stemmte ich mich gegen die fahrertür. sie ging gerade so weit auf, dass ich mich übergeben konnte, ohne mich selbst zu treffen.

der gelbe schleim legte sich auf das taufeuchte gras. mit dem taschentuch wischte ich mir den mund ab und schaute mich um. im rechten winkel zur straße stand das auto mit mir, oder ich mit dem auto, egal, im graben. scheiße.

wie komme ich hier her? es war totenstill um mich herum. wie lange stand ich denn schon hier? wie spät wird es sein? wieso bin ich überhaupt alleine unterwegs? waren wir nicht zu dritt mit zwei fahrzeugen von zu hause aus losgefahren?

immer noch ziemlich verwirrt, kletterte ich aus dem kleinen fiat, darauf bedacht, nicht in meine kotze zu latschen. doch dadurch regte sich mein magen erst recht wieder, er zog sich zusammen. total verkrampft – so ’ne scheiße aber auch! – würgte ich unter irren schmerzen noch mehr von dieser üblen gelben soße hervor. mensch, soviel hatte ich doch gar nicht gesoffen, oder, dass ich so kotzen muß? was is’n blos los mit mir? wo ist vorne? wo hinten? wo oben und unten? alles drehte sich. ich spürte etwas kaltes, feuchtes, zuerst an den händen, dann im gesicht, dann am ganzen körper, ich lag voll flach. so war es mir unmöglich, aufzustehen, es war, als ob jemand auf mir lag und mich in die erde drücken wollte. der morgenhimmel begann sich über mir zu drehen, immer schneller; ich schloss die augen. langsam beruhigte sich alles um mich herum. da…

 

…da! jetzt höre ich sie lachend meinen namen rufen. ich liege hier am hang über dem fluß, an den ich mich so gerne zurückziehe, wenn ich alleine sein will.

langsam drehe ich mich um. ich traue meinen augen kaum! da kommt sie ja tatsächlich angesprungen. claudia. in ihrem weißen nachthemd mit den dünnen blauen querstreifen.

woher kann sie denn wissen, dass ich hier zu finden bin? sofort stehe ich auf, um ihr entgegen zu gehen, doch ich falle blitzschnell zurück.

ein stechender schmerz durchläuft meinen körper, alles wird schwarz….

 

die schreibmaschine

die schreibmaschine

sie dient

als mittel mir

ein abbild zu schaffen

von dem

was um mich herum

was in mir drin

was neben mir

was mit mir

passiert.

 

und doch

kann ich nur ansatzweise

bruchstückhaft

verstümmelt

aus dem

zusammenhang

gerissen

etwas wiedergeben

von dem

was ich empfinde.

 

der leser nun

er kann

er soll

er muß

er darf

die fantasie gebrauchen

um

sein eignes bild zu malen mit den farben

die er von mir erhalten kann.

 

oft wird man

was and’res in den texten sehen

als das was ich beim schreiben dachte zu vermitteln

und trotzdem wird es grad das sein

was ich schrieb.

es ist ein spiel mit worten

wörtern

sätzen

mit grammatik und auch ohne

man kann es nach bekannten regeln spielen

oder

eigene

neue

einfachere

und

kompliziertere

dazuerfinden und gebrauchen

 

ihr seid alle eingeladen, mitzuspielen.