Manchmal

manchmal

manchmal,
manchmal, da hab‘ ich einfach
keine lust mehr

nur so

manchmal sogar
völlig ohne grund

was ist mit mir los?
warum laß‘ ich mich so gehen?

oder laß‘ ich mich gar nicht gehen?
wohin laß‘ ich mich gehen?

manchmal,
manchmal erinnere ich mich an die zukunft,
und dann bekomme ich angst,
angst vor der vergangenheit.

aber wirklich
nur
manchmal.

manchmal fühl‘ ich mich wohl.
und weiß gar nicht, warum!

© 1980, 2014 muck.

 

 

@MuckMayer

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aus!

einwurf und von vorn

(die zweite wiederholung wird rückwärts gelesen !)

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So kalt, wie das Eis, wie das Feuer so heiß

So kalt, wie das Eis,

wie das Feuer so heiß,

01

gestern war alles gefroren

alles war kalt, wie das ewige eis

mir schmerzten beide ohren

die haare waren ganz weiß

 

die kälte war kaum zu ertragen

sie drang mir bis ins herz

in die lunge den magen

es war ein einziger schmerz

 

nicht eine einzige regung

alles war vor kälte erstarrt

ich sah nicht die geringste bewegung

alles um mich herum war hart

.

heute lodert und brennt ein feuer

es herrscht eine höllische hitze

es knistert und kracht ungeheuer

so heiß, daß ich nur noch schwitze

das atmen fällt unsagbar schwer

in den adern kocht das blut

alles zischt und dampft ringsumher

in dieser tödlichen glut

 

nichts bleibt verschont von der gewalt der flammen

alles verbrennt um mich herum

jetzt breche auch ich zusammen

und meine lippen werden stumm.

———————————————–

02

 

wie ist der donner so laut

welch ein ohrenbetäubender lärm

als wenn jemand auf die pauke haut

es dringt bis ins gedärm

 

was für ein gewaltiges krachen

ach wär doch nur ruh

doch du kannst dagegen nichts machen

so hälst du dir die ohren zu

 

dieser krach ist, wie soll ich sagen

als ob nebenan eine bombe explodiert

es ist, man wagts nicht zu sagen

als ob satan ein monster gebiert.

 

wie ein fisch so stumm ist es nun

als gäbe es kein leben mehr

als würden alle mächte ruhn

kein laut dringt zu mir her

 

nichts durchbricht dieses totale schweigen

kein einziger ton an meinem ohr

es ist wie der todesreigen

vor dem allerletzten tor

 

diese stille ist wie absolute leere

die nichts mehr durchdringt

wie in der tiefe der meere

wo nichts mehr erklingt.

_________________________

03

 

weit oben, höher als die wolken noch

hoch oben schwebtest du

kaum noch für uns zu sehen

und doch sahst du uns unten zu

 

du standest über allen und sahst auf alles runter

das hat dir sehr gefallen

du fühltest dich putzmunter

 

es ist nicht schlecht in solcher höhe

drum wärst du gern geblieben

doch manchmal braucht man mehr die nähe die nähe seiner lieben.

 

tief unten, tiefer als das meer

bist du nun gelandet

fühlst dich furchtbar schwer

als wärest du gestrandet

 

einsam und verlassen

kommst du dir hier unten vor

einsam und verlassen

du willst wieder empor

 

du fühlst dich unbehaglich hier

du willst zurück zum licht

es liegt jetzt einzig nur an dir

sonst schaffst du es nicht.

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